GlossarHyperkonvergente Infrastruktur
Cloud & Infrastruktur

Hyperkonvergente InfrastrukturHCI

Infrastrukturmodell, bei dem Compute, Storage, Netzwerk und Virtualisierung in einer einzigen, softwaredefinierten Plattform zusammengefasst sind – betrieben als skalierbares Cluster aus Standard-Hardware.

HCI ist für KMU interessant, weil sie Enterprise-Virtualisierung ohne separates Storage- und SAN-Know-how ermöglicht. Weniger Komponenten, weniger Lizenzkosten, weniger Ausfallrisiko – und das bei einer Lösung, die mit dem Unternehmen mitwächst.

Definition

Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) ersetzt die klassische Drei-Tier-Architektur aus getrennten Servern, Speichersystemen und Netzwerk-Komponenten durch ein integriertes System. Compute, Storage, Virtualisierung und teilweise Netzwerk-Funktionen laufen auf standardisierter Hardware, die durch eine Software-Schicht zu einem logischen Pool verschmolzen wird. Kapazität wird durch zusätzliche Nodes skaliert; Ausfälle einzelner Komponenten werden automatisch kompensiert (Self-Healing).

Das sollten Sie zu Hyperkonvergente Infrastruktur wissen

1

Integrierte Virtualisierung ohne separate Hypervisor-Lizenz

2

Verteiltes Storage über alle Nodeskeine klassische SAN nötig

3

Self-Healing bei Hardware-Ausfall mit automatischer VM-Migration

4

Skalierung per Scale-outein Node mehr genügt

5

Integriertes Backup- und Snapshot-Handling auf Block-Ebene

6

Einheitliches Management-Interface für die gesamte Infrastruktur

7

Geringerer Strom- und Platzbedarf im Vergleich zu Drei-Tier-Setups

8

Als Managed Service durch KPX betriebenkein eigenes Virtualisierungs-Know-how nötig

Häufige Fragen zu Hyperkonvergente Infrastruktur

Was ist der Unterschied zwischen HCI und klassischer Virtualisierung?
Klassische Virtualisierung (z. B. VMware vSphere auf getrennten Hosts und externem SAN) trennt Compute von Storage und Netzwerk. HCI fasst alle Schichten in einem System zusammen. Das vereinfacht den Betrieb, reduziert die Anzahl der Komponenten und macht Self-Healing möglich.
Wann lohnt sich HCI für ein KMU?
Ab etwa 3–5 Servern oder 20 virtuellen Maschinen rechnet sich HCI fast immer. Sie sparen Lizenz- und Hardware-Kosten, verkürzen Wartungsfenster und gewinnen Ausfallsicherheit. Für sehr kleine Setups mit nur einem physischen Server ist HCI oft überdimensioniert.
Ist HCI das gleiche wie Private Cloud?
Nicht zwingend. HCI ist eine Technologie, Private Cloud ist ein Betriebsmodell. HCI wird häufig als technische Basis einer Private Cloud eingesetzt – die Private Cloud kann aber auch auf klassischer Virtualisierung laufen. Umgekehrt ist nicht jede HCI automatisch eine Private Cloud, sie kann auch als Public-Cloud-Backend dienen.
Welche Anbieter von HCI gibt es für KMU?
Verbreitete Plattformen für KMU sind Nutanix, Scale Computing, VMware vSAN und Microsoft Azure Stack HCI. Wir setzen für KMU bevorzugt Scale Computing SC//Platform ein, weil sie ohne separate Lizenz auskommt und ohne spezialisiertes Personal betreibbar ist.
Was passiert bei einem Hardware-Ausfall in einem HCI-Cluster?
Die Plattform erkennt den Ausfall und migriert die betroffenen VMs automatisch auf verbleibende Nodes – ohne manuellen Eingriff und ohne Betriebsunterbruch. In Mehrknoten-Clustern läuft der Betrieb weiter, oft ohne dass die Anwender etwas merken. Bei einem Single-Node fällt das System aus – ein zweiter Node ist deshalb Standard-Empfehlung.
Kann ich von VMware auf HCI migrieren – ohne Datenverlust?
Ja. Mit Tools wie Scale Computing SC//Migrate oder Nutanix Move werden bestehende VMs konvertiert und auf die neue Plattform übertragen. Wir planen die Migration so, dass die Quellsysteme während des Tests als Fallback bereitstehen – und führen die Umschaltung in einem definierten Wartungsfenster durch.

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