Es gibt vier Wege: Copilot mit Modellen, die Microsoft betreibt, Copilot mit Modellen von Anthropic oder OpenAI, die direkte Nutzung von OpenAI und Anthropic sowie Claude auf AWS Bedrock. Jeder Weg beruht auf einem eigenen Rechtsverhältnis. Dieser Beitrag ordnet die vier Wege nach Lizenzstufe, Aufbewahrung, Verarbeitungsort und Auftragsbearbeitungsvertrag. Die Angaben stammen aus den Vertrags- und Dokumentationsseiten der Anbieter, Stand November 2026. Preise und Datenbedingungen ändern sich regelmässig.
Wer eine KI Lizenz für das Unternehmen einführt, stellt zwei Fragen: Wer sieht die Daten, und wo geschieht das? Vier Wege beantworten diese Fragen heute unterschiedlich. Copilot mit Modellen, die Microsoft betreibt, Copilot mit Modellen von Anthropic oder OpenAI, die direkte Nutzung von OpenAI und Anthropic sowie Claude auf AWS Bedrock. Der Vertragspartner ist nicht überall derselbe, und die Anbieter beantworten beide Fragen deshalb verschieden.
Dieser Beitrag ordnet die vier Wege ein. Er zeigt, welche Zusagen zu welcher Lizenzstufe gehören, wo verarbeitet wird, welcher Auftragsbearbeitungsvertrag gilt und was ein Schweizer Betrieb zusätzlich klären sollte.
Der Schutz Ihrer Daten hängt an drei Grössen: Lizenzstufe, Aufbewahrung und Verarbeitungsort. Konten für Privatpersonen erfüllen diese drei Punkte für Firmendaten nicht. Für geschäftliche Daten brauchen Sie eine Lizenz der Stufe Business oder Enterprise, denn der Auftragsbearbeitungsvertrag gilt bereits ab der Stufe Business. Bei Microsoft gelten Speicherzusagen schon nach den Product Terms. Advanced Data Residency erweitert sie als Zusatz und ist nicht an Enterprise gebunden 6. Bei ChatGPT gehört die Datenresidenz zur Stufe Enterprise 15. Für die Verarbeitung nennt kein Anbieter eine Zusage allein für die Schweiz.
Vier Zugriffswege auf dieselbe Datenbasis
Die entscheidende Unterscheidung liegt im Vertrag, nicht in der Oberfläche. Rechtlich und technisch laufen die vier Wege so:
Die vier Wege und ihre Verträge
| Weg | Vertragspartner | Wer die Daten sieht | Auftragsbearbeitungsvertrag |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 Copilot mit Modellen, die Microsoft betreibt (darunter GPT Modelle über Azure OpenAI) 410 | Microsoft | Microsoft und die im Tenant berechtigten Personen 1 | Microsoft Products and Services Data Protection Addendum. Websuchanfragen über Bing sind nicht abgedeckt 2 |
| Microsoft 365 Copilot mit Modellen von Anthropic oder OpenAI als Subprozessor | Microsoft; Anthropic oder OpenAI als Subprozessor 34 | Microsoft, zusätzlich der Modellanbieter | DPA von Microsoft. Bei Anthropic Modellen mit eigener Datenaufbewahrung gelten stattdessen die Bedingungen von Anthropic 3 |
| OpenAI oder Anthropic direkt | OpenAI Ireland Ltd beziehungsweise Anthropic Ireland Limited 1318 | Der Modellanbieter verarbeitet die Daten selbst | DPA des Anbieters, bei Anthropic mit eigenem Schweizer Addendum 1319 |
| Claude auf AWS Bedrock | AWS | Nur AWS, der Modellanbieter hat keinen Zugriff auf die Inhalte 27 | AWS DPA mit Supplementary Addendum und Swiss Addendum 3031 |
Die vier Stufen der Datensicherheit
Die Anbieter staffeln ihre Angebote entlang derselben vier Stufen. Jede Stufe bringt mehr vertragliche Zusagen und mehr Aufwand mit sich.
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Stufe 1, privat und kostenlos: Konten für Privatpersonen können Inhalte zum Training der Modelle verwenden. Je nach Anbieter geschieht das standardmässig oder nach Wahl im Konto 1618. Eine Standortwahl fehlt, und ein Auftragsbearbeitungsvertrag existiert nicht.
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Stufe 2, Business und Team: Der Auftragsbearbeitungsvertrag des Anbieters gilt bereits hier, und die Inhalte dienen nicht zum Training 21618. Bei den Modellanbietern bleiben die Aufbewahrungsdauer und der Verarbeitungsort offen, weil der Anbieter die Vorgaben macht. Bei Copilot steuern Admins die Aufbewahrung über Microsoft Purview, der Umfang hängt vom Plan ab 12.
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Stufe 3, Enterprise: Der Vertrag bleibt. Bei den Modellanbietern kommen die einstellbare Aufbewahrung, Audit Logs, die Compliance API, eigene Schlüssel und je nach Anbieter Zero Data Retention dazu 1424.
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Stufe 4, speicherortgebunden: Der Anbieter hält die Daten in einer Region, die Sie festlegen. Bei Microsoft liegen die im Umfang genannten ruhenden Kundendaten mit Advanced Data Residency in der Schweiz 67. Der Ort der Verarbeitung ist eine weitere Zusage, die kein Anbieter allein für die Schweiz macht.
Für die meisten Schweizer KMU ist Stufe 3 das realistische Ziel. Stufe 4 lohnt sich dort, wo Aufsichtsbehörden, Kundenverträge oder die eigene Risikosteuerung einen Speicherort in der Schweiz verlangen.
Microsoft 365 Copilot im Microsoft Umfeld
Bei Microsoft 365 Copilot tritt Microsoft als Auftragsbearbeiter auf 2. Microsoft hält ausdrücklich fest, dass Prompts, Antworten und über Microsoft Graph abgerufene Daten nicht zum Training der Foundation Modelle dienen 12. Das bei Azure OpenAI verfügbare Abuse Monitoring mit menschlicher Prüfung ist für Copilot abgeschaltet 1.
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Copilot Chat ist ohne Zusatzkosten für alle Microsoft Entra Kontobenutzer mit einem berechtigten Microsoft 365 Abonnement verfügbar. Zu diesem Einstieg gehören der webbasierte Chat, Copilot in Outlook und die Copilot App 10.
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Microsoft 365 Copilot als Zusatzlizenz kostet in der Schweiz CHF 24.30 pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich MwSt. Microsoft weist darauf hin, dass die angezeigten Preise nur zu Marketingzwecken dienen. Massgeblich ist der Preis beim Auftragsabschluss 10. Für Organisationen bis 300 Benutzer mit berechtigten Microsoft 365 Business Lizenzen gibt es das Zusatzpaket Copilot Business mit jährlicher Verpflichtung 9. Eine berechtigte Basislizenz von Microsoft 365 ist jeweils Voraussetzung, ausser bei Microsoft 365 E7, das Copilot bereits enthält 9.
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Copilot speichert Prompts und Antworten im Aktivitätsverlauf. Admins steuern die Aufbewahrung über Microsoft Purview und durchsuchen die Daten mit Content Search 1.
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Microsoft hat Copilot per 1. März 2024 als abgedeckten Workload in die Zusagen zur Datenresidenz der Product Terms aufgenommen 1. Advanced Data Residency erweitert diese Zusagen auf weitere Dienste 6. Die Zusage betrifft die im Umfang genannten ruhenden Kundendaten. Bei Copilot sind das die gespeicherten Inhalte der Interaktionen, soweit sie nicht unter die Zusagen für Exchange, SharePoint, OneDrive oder Teams fallen. Für Copilot Cowork gelten eigene Grenzen. Mit Multi Geo speichert Microsoft je nach Konfiguration in mehreren Geografien 7.
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Die EU Datenboundary umfasst die EU und den EFTA Raum mit der Schweiz. Microsoft sagt dort Speicherung und Verarbeitung zu. Einzelne Übermittlungen ausserhalb der Boundary bleiben möglich und sind in der Dokumentation zur Boundary aufgeführt. Personendaten in Systemprotokollen werden pseudonymisiert. Für Professional Services Data gilt die Zusage nur für die Speicherung 8. Die Datenschutzseite zu Copilot spricht von Nutzern in der EU und beschreibt, dass weltweiter Verkehr in andere Regionen gehen kann. Die Schweiz nennt sie nicht. Sie hält zudem fest, dass Anfragen von Kunden ausserhalb der EU in den USA, der EU oder anderen Regionen verarbeitet werden können 1. Die Seite zur Boundary nennt im Text einen Stand vom 26. Februar 2025 8. Lassen Sie sich die Geltung für Ihren Tenant schriftlich bestätigen.
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Advanced Data Residency ist kein Enterprise Feature. Microsoft 365 Business Basic, Standard und Premium qualifizieren dafür, sofern alle bezahlten Lizenzen im Tenant mit Lizenzen für Advanced Data Residency abgedeckt sind. Zusätzlich muss die Standardgeografie des Tenants in der Schweiz liegen 6.
Modelle von Drittanbietern unterliegen eigenen Regeln.
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Anthropic: Die Modelle sind von der EU Datenboundary und, sofern anwendbar, von den Zusagen zur Verarbeitung im jeweiligen Land ausgenommen 32.
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OpenAI: Die von OpenAI betriebenen Modelle laufen innerhalb der EU Datenboundary, ausser wie in der Dokumentation zur Boundary vermerkt. Von den Zusagen zur Verarbeitung im jeweiligen Land sind sie ausgenommen, sofern solche Zusagen anwendbar sind. Für berechtigte kommerzielle Kunden sind sie seit dem 24. Juli 2026 standardmässig aktiv, ausser der Admin schaltet sie ab. In Government Clouds und Sovereign Clouds stehen sie nicht zur Verfügung. Der Schalter betrifft nur Modelle, die OpenAI selbst betreibt. Von Microsoft betriebene OpenAI Modelle (Azure OpenAI) bleiben davon unberührt und verfügbar. Zertifizierungen der von OpenAI betriebenen Modelle führt OpenAI selbst. Prüfen Sie diese für Ihren Anwendungsfall separat 4.
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Bei Anthropic gelten je nach Modell und Berechtigung der Organisation die Bedingungen von Microsoft oder, bei Modellen mit eigener Datenaufbewahrung, die von Anthropic. Bei bestimmten Organisationen tritt Anthropic bei Modellen der Fable Klasse als Microsoft Subprozessor auf, etwa bei Fable 5.1. Dann gilt das DPA von Microsoft, und Anthropic behält keine Inhalte. Andere Modelle der Fable Klasse können als Modelle mit eigener Datenaufbewahrung geführt werden. Bei Fragen zur Berechtigung hilft das Account Team von Microsoft 3.
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Modelle mit eigener Datenaufbewahrung, etwa Fable 5 und Mythos 5, sind standardmässig ausgeschaltet. Ein Admin muss sie ausdrücklich freigeben und dabei die Commercial Terms und das DPA von Anthropic annehmen. Anthropic tritt dann als eigenständiger Auftragsbearbeiter auf. Anthropic speichert die meisten Eingaben und Ausgaben bis zu 30 Tage. Bei Verdacht auf Verstösse gegen die Usage Policy kann Anthropic die Inhalte bis zu zwei Jahre und die Klassifizierungswerte bis zu sieben Jahre aufbewahren 3.
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Für Word, Excel und PowerPoint gibt es einen eigenen Schalter für Anthropic Modelle. Er ist in Tenants der EU, des EFTA Raums und des Vereinigten Königreichs, die nach dem 25. März 2026 erstellt wurden, standardmässig aktiv. Laut Microsoft setzt der Zugriff auf Anthropic Modelle die Freigabe als Subprozessor voraus. Ist der Anbieter Schalter für alle Benutzer oder für bestimmte Benutzer und Gruppen aktiv, lässt sich der App Schalter nicht ändern. Prüfen Sie den Stand im Admin Center. Die Verarbeitung dieser Modelle findet ausserhalb der EU Datenboundary statt 5.
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Websuchanfragen sind eine Ausnahme. Anfragen, die Copilot über den Suchdienst Bing stellt, sind weder vom DPA noch von der EU Datenboundary abgedeckt. Dafür gelten das Microsoft Services Agreement und die Datenschutzerklärung, und Microsoft tritt als eigenständiger Verantwortlicher auf 2.
Für Schweizer Tenants sind die folgenden Punkte entscheidend. Anthropic Modelle sind in Copilot standardmässig abgeschaltet, und Websuchanfragen laufen ausserhalb des DPA und der EU Datenboundary.
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Anbieter Schalter – steht für Anthropic in der EU, im EFTA Raum und im Vereinigten Königreich standardmässig auf Aus. Die Schweiz gehört zum EFTA Raum, die Standardeinstellung gilt deshalb auch hier 3.
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Independent Processor – der frühere Schalter wurde am 1. Mai 2026 abgeschaltet. Wer Anthropic früher unter dessen eigenen Bedingungen genutzt hat, muss Anthropic neu als Subprozessor freigeben, die Einstellung steht standardmässig auf Aus 35.
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App Schalter – ein zweiter Schalter für Word, Excel und PowerPoint ist in Tenants nach dem 25. März 2026 standardmässig an. Ist der Anbieter Schalter für alle Benutzer oder bestimmte Benutzer und Gruppen aktiv, lässt er sich nicht ändern. Für ältere Tenants zeigt das Message Center die Standardeinstellung 5.
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OpenAI Modelle – von OpenAI betriebene Modelle sind seit dem 24. Juli 2026 standardmässig aktiv 4.
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Verarbeitung im Land – für beide Modellfamilien gelten die Zusagen zur Verarbeitung im jeweiligen Land nicht, sofern solche Zusagen anwendbar sind 34.
- 6
Websuche – Anfragen über Bing sind vom DPA und von der EU Datenboundary nicht abgedeckt 2.
OpenAI als eigener Anbieter
Wer OpenAI direkt bucht, schliesst mit der OpenAI Ireland Ltd ab, wenn der Sitz in der Schweiz liegt. Der Auftragsbearbeitungsvertrag regelt Daten in der EU und in der Schweiz ausdrücklich und stützt Auslandstransfers auf Standardvertragsklauseln 13.
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Seit dem 1. März 2023 dienen Daten der API nicht mehr zum Training. Für Konten der Stufen Business, Enterprise und API gilt das ohne Zusatzschritt, für Konten für Privatpersonen nur, wenn Sie das Training im Konto abschalten 16.
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Die Plattform speichert Protokolle zum Abuse Monitoring standardmässig bis zu 30 Tage. Nach Freigabe stehen Zero Data Retention und Modified Abuse Monitoring zur Verfügung, bei denen die Inhalte aus diesen Protokollen fallen 14.
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Für die API Plattform umfasst die Datenresidenz zehn Regionen. In der Region Europa (EWR und Schweiz) liegen Speicherung und Verarbeitung zusammen. Voraussetzung sind Zero Data Retention oder Modified Abuse Monitoring. Für Modelle, die ab dem 5. März 2026 erschienen sind, kostet die Option 10 Prozent Aufschlag. Die Freigabe holen Sie über den Vertrieb. Systemdaten wie Konto, Metadaten und Nutzungsdaten sind von der Datenresidenz ausgenommen und können ausserhalb der Region verarbeitet werden 14.
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ChatGPT kennt zwei getrennte Zusagen. Für neue Kunden von ChatGPT Enterprise und Edu liegt die Speicherung in fünf Regionen: Europa (EWR und Schweiz), Südkorea, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich und USA. Die Inferenz Residenz gilt in drei Regionen: Europa (EWR und Schweiz), USA und Vereinigte Arabische Emirate. Die GPU Ausführung bleibt damit in der Region, eine CPU Verarbeitung wie das Extrahieren von Text aus Dokumenten kann ausserhalb stattfinden 15.
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ChatGPT Business wird pro Sitz und Monat abgerechnet, die aktuellen Preise nennt die Preisseite von OpenAI. Enterprise wird nach Anfrage bepreist und enthält die Datenresidenz ohne Aufpreis 1517.
Anthropic mit Claude direkt und über AWS Bedrock
Anthropic bedient den Schweizer Markt über die Anthropic Ireland Limited. Die Commercial Terms schliessen das Training mit Kundendaten aus 18. Der Auftragsbearbeitungsvertrag enthält ein eigenes Schweizer Addendum, eine Meldefrist von 48 Stunden sowie AES 256 für ruhende Daten und TLS 1.2 oder höher für die Übertragung 19.
- 1
Die Pläne reichen von Free über Pro bis Team und Enterprise. Die aktuellen Preise pro Sitz nennt das Claude Help Center 202122.
- 2
Bei Team und Enterprise ist das Training mit Ihren Inhalten ausgeschlossen. Bei Konten für Privatpersonen entscheiden Sie im Konto, ob Ihre Inhalte zum Training dienen 18.
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Der Datenstandort ist eine Vertragsfrage. Für die eigene Plattform stellt Anthropic zwei Inferenz Geografien bereit: global als Standard und us für eine Beschränkung auf Infrastruktur in den USA. Der Speicherort des Workspace ist aktuell auf die USA beschränkt 23.
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Die Aufbewahrung richtet sich nach dem Modell. Gesprächsinhalte werden bei der API standardmässig nicht gespeichert 24. Ausnahme sind die Covered Models, darunter Claude Fable 5.1 und Claude Mythos 5.1. Für sie speichert Anthropic die Prompts und Antworten 30 Tage 25. In Copilot kann Fable 5.1 bei bestimmten Organisationen als Subprozessor ohne diese Aufbewahrung laufen 3. Auf Bedrock verlangen Claude Fable 5 und 5.1 eine menschliche Prüfung. AWS behält die Daten dann innerhalb der AWS Grenze 28.
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Auf AWS Bedrock läuft Claude im Model Deployment Account des Bedrock Dienstes. Der Modellanbieter hat dort keinen Zugriff auf Prompts, Antworten oder Protokolle von Bedrock 27.
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Für die Schweiz wählen Sie Europe (Zurich) als Region Ihres AWS Kontos. Die Verarbeitung richtet sich nach dem gewählten Inference Profil: Ein Profil für die EU Geografie routet innerhalb der EU, ein globales Profil weltweit 3334. Eine Verarbeitung in nur einer Region ohne Profil bieten nur Regionen mit der Kennzeichnung «In region only». In Europa sind das Stockholm und Irland, nicht Zürich 2629. Eine Verarbeitung in der Schweiz ist über Bedrock deshalb nicht garantiert. Bei Cross Region Inference findet die Verarbeitung in der Zielregion statt 33.
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Claude Fable 5.1 steht in Zürich nicht als regionaler Endpunkt zur Verfügung. Über das globale Profil verlässt die Verarbeitung die Schweiz 26.
- 8
Bedrock rechnet nach Token ab, eine Lizenz pro Benutzer gibt es nicht. Welche Modelle in welcher Region verfügbar sind, zeigt die Übersicht der Endpunkte von Bedrock 29.
Die Datenaufbewahrung bei AWS Bedrock
Bedrock steuert die Aufbewahrung über Modi, die Sie pro Konto, Projekt und Region setzen. Die Einstellung gilt pro Region und wirkt nicht auf andere Regionen. Für die Datenhaltung gelten vier Modi: none, default, aws_review und provider_data_share. Jeder schliesst den vorangehenden ein. Der Wert inherit steht ausserhalb dieser Skala. Er bedeutet, dass die übergeordnete Ebene entscheidet, und ist der Ausgangswert für neue Konten und Projekte 28.
Die Aufbewahrungsmodi im Überblick
| Modus | Was mit Prompts und Antworten passiert 28 |
|---|---|
| none | Keine dauerhafte Speicherung. AWS schreibt nichts auf Datenträger und teilt nichts mit dem Modellanbieter. |
| default | Die Vorgabe des Modells gilt. Für die Missbrauchserkennung kann AWS die Daten behalten, der Modellanbieter erhält sie nicht. |
| aws_review | AWS behält Eingaben und Ausgaben bis zu 30 Tage innerhalb der AWS Grenze. Eine Prüfung findet nur statt, wenn der Modellanbieter eine menschliche Prüfung verlangt, wie bei Claude Fable 5 und 5.1. Nach der aktuellen Fassung der AWS Dokumentation wird Ihr Inhalt nicht an den Modellanbieter weitergegeben. |
| provider_data_share | Ältere Variante mit derselben Wirkung wie aws_review. Eine Weitergabe an Modellanbieter wird heute nicht unterstützt. |
| inherit | Keine Vorgabe auf dieser Ebene. Der Wert wird von der übergeordneten Ebene übernommen. Neue Konten und Projekte starten mit inherit. |
Datenresidenz: Speicherung und Verarbeitung getrennt betrachten
Für Schweizer Betriebe zählt die Frage nach dem Standort doppelt. Ein Auftragsbearbeitungsvertrag allein sagt wenig aus, wenn die Verarbeitung in einer Region ohne Zuordnung zum jeweiligen Land stattfindet.
Speicherung, Verarbeitung und Bedingungen je Anbieter
| Anbieter | Speicherung | Verarbeitung | Bedingung |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 Copilot mit Modellen, die Microsoft betreibt | Region des Tenants, mit Advanced Data Residency die Schweiz 67 | Innerhalb der EU Datenboundary, sofern sie für Ihren Tenant gilt. Die Datenschutzseite zu Copilot nennt die Schweiz nicht ausdrücklich 18 | Advanced Data Residency, alle bezahlten Lizenzen abgedeckt, Standardgeografie Schweiz 6 |
| Copilot mit Modellen von Anthropic oder OpenAI | Wie bei den Modellen, die Microsoft betreibt 1 | Anthropic: ausserhalb der EU Datenboundary. OpenAI: innerhalb, ausser wie in der Dokumentation zur Boundary vermerkt. Bei beiden ohne Zusage zur Verarbeitung im jeweiligen Land, sofern solche Zusagen anwendbar sind 34 | Anthropic: Freigabe im Admin Center nötig. OpenAI: von OpenAI betriebene Modelle standardmässig aktiv, abschaltbar 34 |
| ChatGPT Enterprise und Edu | Europa (EWR und Schweiz), Südkorea, VAE, Vereinigtes Königreich, USA 15 | GPU Ausführung in Europa (EWR und Schweiz), USA und VAE. CPU Verarbeitung kann ausserhalb stattfinden 15 | Datenresidenz aktiviert, Freigabe über den Vertrieb 15 |
| OpenAI API Plattform | Zehn Regionen zur Auswahl 14 | In der Region Europa (EWR und Schweiz) zusammen mit der Speicherung. Systemdaten ausgenommen 14 | Zero Data Retention oder Modified Abuse Monitoring, Freigabe über den Vertrieb 14 |
| Claude von Anthropic | Workspace in den USA 23 | global oder us auf der eigenen Plattform 23 | Auswahl der Inferenz Geografie in der Plattform 23 |
| Claude auf AWS Bedrock | Region des AWS Kontos, in der Schweiz Europe (Zurich) 29 | Je nach Inference Profil in der EU oder weltweit, bei Cross Region Inference in der Zielregion 3334 | Inference Profil wählen, Aufbewahrungsmodus setzen. Keine Verarbeitung nur in der Region Zürich 2628 |
So läuft eine Copilot-Anfrage durch die Verträge
Bei einem Modell eines Subprozessors arbeitet der Modellanbieter unter Aufsicht von Microsoft, und es gilt das DPA von Microsoft. Bei Modellen mit eigener Datenaufbewahrung gelten stattdessen die Bedingungen von Anthropic 3. Genau deshalb prüft ein Schweizer Tenant, welche Modelle der Admin freigeschaltet hat.
Der Auftragsbearbeitungsvertrag im Vergleich
Alle vier Wege beruhen auf einem Vertrag mit Auftragsbearbeitung. Ein Auftragsbearbeitungsvertrag nach Art. 9 DSG ist die Grundlage jeder Auftragsbearbeitung 37. Unterschiedlich ist, was darin konkret zugesichert wird. Eine Ausnahme gilt bei Copilot: Websuchanfragen über Bing laufen ausserhalb dieser Regelung 2.
- 1
Microsoft: Das Microsoft Products and Services Data Protection Addendum in der Fassung vom 1. November 2026 gilt für Copilot, und Microsoft tritt als Auftragsbearbeiter auf 212. Es deckt Zweckbindung, Löschung und Subprozessoren ab. Bei bestimmten Organisationen tritt Anthropic bei Modellen der Fable Klasse als Microsoft Subprozessor auf, etwa bei Fable 5.1. Dann bleibt dieses DPA massgeblich, und Anthropic behält keine Inhalte. Bei Modellen mit eigener Datenaufbewahrung gilt das DPA von Microsoft nicht. Anthropic tritt dort als eigenständiger Auftragsbearbeiter auf, und es gelten die Commercial Terms und das DPA von Anthropic 3.
- 2
OpenAI: Das Data Processing Addendum regelt Kundendaten als vertragliche Verarbeitung. Es nennt die Schweiz ausdrücklich und verlangt für Auslandstransfers Standardvertragsklauseln oder einen Angemessenheitsbeschluss 13.
- 3
Übermittlungen in die USA brauchen Standardvertragsklauseln und eine Prüfung der Übermittlung. Die USA gelten aus Schweizer Sicht nicht als Land mit einem generellen Angemessenheitsniveau 37.
- 4
Anthropic: Der Auftragsbearbeitungsvertrag enthält ein eigenes Schweizer Addendum. Es verweist auf das Schweizer Datenschutzgesetz, regelt die zuständige Aufsichtsbehörde und ersetzt Teile der Standardvertragsklauseln für Daten, die allein dem Schweizer Recht unterstehen 19.
- 5
AWS: Die Service Terms verweisen auf das Data Processing Addendum, das Supplementary Addendum, die Standardvertragsklauseln der EU von 2021 und für Schweizer Kundendaten auf ein eigenes Swiss Addendum 3031.
Was vor dem ersten Einsatz zu prüfen ist
Die Auswahl fällt leichter, wenn die Prüfung in drei Schritten erfolgt und nicht erst beim ersten Datenschutzvorfall.
- Für jede genutzte Oberfläche festhalten, mit wem der Vertrag geschlossen wird: mit dem Modellanbieter oder mit dem Cloud Anbieter
- Prüfen, ob der Auftragsbearbeitungsvertrag unterzeichnet ist und die Datenschutzfachperson eingebunden war [[35]]
- Entscheiden, welche Datenkategorien in die KI gelangen dürfen und welche ausgeschlossen bleiben
- Bei Bedrock den Aufbewahrungsmodus je Region setzen, statt den Standard zu übernehmen [[28]]
- Klären, ob die zugesagte Region auch die Verarbeitung einschliesst. Ein Endpunkt in Zürich schützt nicht vor Cross Region Inference [[33]]
- Subprozessoren im Blick behalten: Bei Copilot sind Anthropic und OpenAI als Subprozessoren hinzugekommen. Das Verzeichnis der Subprozessoren von Microsoft führt das Service Trust Portal [[3]][[4]]
- Protokolle regelmässig auswerten: Aktivitätsverlauf von Copilot, Protokolle von Bedrock oder Logs der API [[1]][[27]][[14]]
- Mit echten Arbeitsfragen prüfen, welche Quellen zurückkommen und ob unerwartete Dokumente auftauchen [[1]]
- Wo nötig, die Datenschutzfolgenabschätzung nach Art. 22 DSG um die eingesetzten KI Dienste ergänzen [[36]]
- KI Werkzeuge in einem Verzeichnis führen: Verantwortlicher, Rechtsgrundlage, DPA Status, Hosting Region und Trainings Opt-out [[37]]
Was das für Schweizer KMU bedeutet
Die Auswahl der Stufe folgt einer einfachen Regel. Sobald Personendaten oder interne Daten in die KI gelangen, braucht es einen Vertrag mit Auftragsbearbeitung, eine gesetzte Aufbewahrung und einen geklärten Standort.
Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem Ort der Speicherung und dem Ort der Verarbeitung. Nach den geprüften Quellen sichert kein Anbieter die Verarbeitung ausschliesslich in der Schweiz zu. Microsoft sagt mit Advanced Data Residency die Speicherung der im Umfang genannten ruhenden Kundendaten in der Schweiz zu 7. Die EU Datenboundary umfasst die EU und den EFTA Raum, wozu die Schweiz gehört 8. Die Datenschutzseite zu Copilot nennt die Schweiz nicht ausdrücklich 1. OpenAI bietet nach Freigabe die Region Europa (EWR und Schweiz) an 1415. Anthropic bietet auf der eigenen Plattform global oder USA 23. Bei Bedrock folgt die Verarbeitung dem gewählten Inference Profil, innerhalb der EU oder weltweit 34.
Datenresidenz bezeichnet den Ort der Speicherung. Für den Ort der Verarbeitung brauchen Sie eine zweite Zusage. Wie sich die Freigabefragen bei Copilot verhalten, zeigt der Beitrag zu Copilot Berechtigungen. Für die rechtliche Seite bleibt das DSG der übergeordnete Rahmen 35.
Häufige Fragen zu LLM Anbietern und Datenverarbeitung
KPX Services rund um KI Daten und Datenstandort
Wir prüfen für Schweizer KMU, welche Kombination aus Anbieter und Lizenz zum Betrieb passt, und begleiten den Einsatz von Copilot und KI Diensten:
KI Lösungen
KI Richtlinie, Freigabekonzept und Schulung als Managed Service, inklusive Prüfung der Datenverträge bei den Anbietern.
Copilot Einführung
Pilot mit definierter Nutzergruppe, klare Anwendungsfälle und ein Rollout, der die Berechtigungen mitnimmt.
Managed Private Cloud
Datenhaltung im Schweizer Rechenzentrum, inklusive Betrieb, Backup und regelmässiger Kontrolle.
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Jetzt Ihre individuelle ErstanalyseDie Angaben zu Preisen, Aufbewahrung und Regionen entsprechen den Vertrags- und Dokumentationsseiten der Anbieter, Stand November 2026. Microsoft weist darauf hin, dass die angezeigten Preise nur zu Marketingzwecken dienen und der tatsächliche Preis bei Auftragsabschluss erscheint 10. Anbieter ändern Preise und Datenbedingungen regelmässig. Für die Beurteilung Ihres eigenen Falls zählen die aktuellen Vertragsunterlagen und die Admin Einstellungen Ihres Mandanten.
Hinweis: KPX ist ein IT Dienstleister und bietet keine Rechtsberatung an. Dieser Beitrag beruht auf eigenen Recherchen in öffentlich zugänglichen Unterlagen der Anbieter, Stand November 2026. Er dient Ihnen zur Orientierung und deckt nicht jeden Einzelfall ab. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bei rechtlichen Fragen ziehen Sie bitte eine Datenschutzfachperson oder eine Fachperson für Datenschutzrecht bei.
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